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Grünau braucht eine Mitte

Grünau braucht eine Mitte – mach die Grünanlage mit Parkbühne am Don-Ugoletti-Platz zu unserem Begegnungsort

Grünau, unser südöstlicher Berliner Kiez im Bezirk Treptow-Köpenick, ist ein besonderer Ort. Zwischen Wald, Wasser und der historischen Regattastrecke wohnen hier Menschen, die ihren Kiez mögen, sich kennen, sich grüßen – und eigentlich noch viel öfter zusammenkommen könnten.

Denn genau dazwischen – zwischen historisch gewachsenen Straßen und neuen Wohnquartieren – lebt heute eine bunte Mischung: Familien mit Kindern, junge Leute, alteingesessene Grünauer und Senioren sowie Nachbarinnen und Nachbarn, die gerade erst zugezogen sind. Ein Kiez, der nach Begegnung fast schon ruft, dem aber der Ort fehlt, an dem dieses Miteinander wirklich stattfinden kann.

Was Grünau fehlt – und warum dieser Ort so wichtig ist

Im Gegensatz zu vielen anderen Berliner Kiezen hat Grünau bis heute keinen Ortskern.

Keinen Marktplatz. Keine gestaltete Mitte, an der sich das Leben des Ortsteils bündeln kann. Während andere Bezirke zentrale Plätze haben, an denen man sich trifft, verweilt, feiert, neue Nachbarn begrüßt und Gemeinschaft entstehen kann, fehlt uns genau dieser Raum. Und genau deshalb spielt die Grünanlage mit der Parkbühne eine so entscheidende Rolle. Sie ist der einzige Ort im Ortsteil, der sich wirklich als gemeinsame Mitte eignet: offen, barrierearm, atmosphärisch und groß genug, um Menschen zusammenzuführen.

Eingebettet zwischen dem Abenteuerspielplatz, dem Mehrgenerationen-Outdoor-Sportpark und der Grünauer Friedenskirche entsteht hier eine der seltenen Konstellationen, die wie von selbst nach Begegnung ruft. Ein Ort, der das leisten kann, was Grünau seit Jahrzehnten fehlt: eine lebendige, soziale Mitte.

Was hier schief läuft

Obwohl die Grünanlage perfekt geeignet wäre, genehmigt der Bezirk dort bisher nur zwei Veranstaltungen im Jahr – und das auch nur unter Vorbehalt und im Rahmen von Ausnahmegenehmigungen.

Alles darüber hinaus – selbst ein einziger, eintägiger, nichtkommerzieller und liebevoll vorbereiteter Weihnachtsmarkt – wird seit Jahren konsequent abgelehnt.

Für Veranstaltungen wie unseren eintägigen Grünauer Weihnachtsmarkt wird die Genehmigung also regelmäßig verweigert – trotz bestehender Pflegepatenschaft, geprüfter Sicherheitskonzepte, ökologischer Rücksichtnahme und einem eindeutig gemeinwohlorientierten Charakter. Stattdessen zwingt man uns jedes Jahr auf eine enge Wohnstraße. 
Das bedeutet:

  • fehlende Barrierefreiheit
  • eingeschränkte Rettungswege
  • Stress und Belastung für Anwohnende
  • hohe Kosten für Verkehrszeichenpläne, für Straßensperrungen und Logistik (Verkehrszeichenaufstellung)
  • ein gedrängter, unpassender Veranstaltungsraum
  • minimale Sitzmöglichkeiten
  • weniger Begegnung, weniger Kultur, weniger Gemeinschaft

Währenddessen bleibt der Ort, der all das problemlos lösen könnte, ungenutzt.

Was das Gesetz eigentlich vorsieht

Die Berliner Rechtslage ist eindeutig: In der Gesetzesbegründung zum Grünanlagengesetz heißt es, dass Bezirke Flächen für soziale, kulturelle und nichtkommerzielle Veranstaltungen in angemessenem Umfang bereitstellen sollen. Damit soll ausdrücklich ermöglicht werden, was Stadtteile lebendig macht:

Begegnung, Kultur, Miteinander, Teilhabe.

Doch in Grünau wird diese Vorgabe bisher nicht umgesetzt – obwohl die passende Fläche längst vorhanden ist.

Warum diese Fläche perfekt ist

Die Grünanlage mit Parkbühne ist wie geschaffen für diese Aufgabe – nicht weil sie besonders gestaltet ist, sondern weil sie schlicht, robust und unempfindlich ist.

Im Kern besteht sie aus einer offenen Wiese, umsäumt von einem Weg mit einigen Bänken und Strauchwerk. Keine empfindlichen Blumenrabatten, keine filigranen Pflanzflächen, nichts, was eine Nutzung einschränkt.

Diese Einfachheit ist ein Vorteil:
• zentrale Lage mitten im Kiez
• sichere, barrierearme Wege
• natürliche Versammlungsstruktur durch die Parkbühne 
• viel Platz für Familien, Ältere, Kinder und Jugendliche
• keine Verkehrsbelastung
• wintertaugliche Nutzung ohne Eingriff in die Vegetation
• ein Umfeld, das - trotz seiner Schlichtheit – warm, offen und einladend wirkt

Und:   Zukunft in Grünau e. V. pflegt diese Fläche seit Jahren.
Wir halten sie sauber, kümmern uns um Parkbühne, Grünfläche, sammeln Müll aus dem  Strauchwerk, streichen beschmierte Sitzbereiche und nutzen diesen Ort achtsam.

Unsere Pflegepatenschaft zeigt seit langem, dass wir verantwortungsvoll mit diesem Ort umgehen und dass Veranstaltungen oder Aktionen dort gut betreut wären – genauso wie unser Kunst- und Weinfest am Tag der Deutschen Einheit, welches wir seit Jahren zuverlässig, umsichtig und mit viel Herzblut durchführen.

Gerade weil die Fläche so funktional ist, eignet sie sich ideal als sozialer Mittelpunkt des Kiezes. Sie bringt alles mit, was anderen Ortsteilen längst selbstverständlich ist: eine Mitte, in der Nachbarschaft wirklich stattfinden kann.

UNSERE FORDERUNG
Weist die Grünanlage mit Parkbühne an der Friedenskirche als dauerhafte Mehrzweck- und Begegnungsfläche für nichtkommerzielle, ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen (jeweils Veranstaltungen mit jeweils 1 Tag/Jahr) aus.
Das betrifft insbesondere:
• die Fetè de la musique,
• das Grünauer Kunst- und Weinfest
• den Grünauer Weihnachtsmarkt
• für nachbarschaftliche Kulturangebote im Jahreslauf
• für verschiedene Marktangebote und Begegnungsformate verschiedener Generationen
• Projekte von Schulen, Vereinen und Kirchengemeinde

Rechtssicher. Planbar. Zukunftsorientiert.

Warum Deine Stimme entscheidend ist
Mit Deiner Unterschrift sagst Du:
• Grünau braucht endlich eine echte Mitte.
• Wir wollen unser Kiezleben aktiv mitgestalten.
• Entscheidungen dürfen nicht länger fern vom Kiez am Schreibtisch getroffen werden.
• Die Grünanlage soll für Kultur, Begegnung und Miteinander geöffnet werden.
• Ehrenamt und Nachbarschaft sollen unterstützt, nicht behindert werden.

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